Tag 9

Heute ist ein echt stressiger Tag. Wir haben einfach zu wenig Zeit in unserer Selbstisolation. Okay, wir sind nicht sehr früh aufgestanden, aber nach dem Frühstück auf unserer Terrasse (ja, das Wetter wird wieder wärmer) und dem Füttern der Fische geht es zunächst wieder einmal ans Arbeiten für die Schule, was für die Eltern bedeutet, Verteilung der Arbeiten und hinter die Geheimnisse von „Team“ zu kommen, der App, welche die Schule Küsnacht neu für das Fernlernen verwendet. Eigentlich sind wir ja abgemeldet, aber da wir vielleicht doch früher als geplant zurückkommen, versuchen wir den Anschluss nicht zu verpassen.

Während ich mich also mit den Tücken der Technik beschäftige, kümmert sich Maja um die Pflege unseres Heimes. Wir sind jetzt auch Abonnent des „Australian“, folgen „Smarttraveller“ sowie „Australia Border Force“ auf Twitter und checken täglich http://www.health.gov.au, wo jeweils die neuesten Meldungen über das Virus publiziert werden (dort findet man jeweils die aktuelle Graphik aus Tag 6). Und natürlich freuen wir uns über Kommentare, Anrufe und Nachrichten aus der Schweiz, zumindest sofern sie nicht allzu besorgniserregend sind.

Brian kam kurz rüber, um unsere Shopping-List abzuholen (Eggs now available), wobei wir versuchen, die vorgeschriebene Distanz einzuhalten. Nach wir vor gibt es noch immer wohl vor allem jüngere Menschen, die sich nicht sonderlich an die Anordnungen und Empfehlungen der Regierung halten:

In Sachen „Dog“ (ebenfalls recht zeitintensiv) steht es derzeit 2:2 zwischen Eltern und Kindern, was der allgemeinen Stimmung sehr zuträglich ist (obwohl ich noch nicht ganz dahintergekommen bin, weshalb sich Jan und Jara manchmal vor dem Kartentauschen so verschmitzt anschauen und grinsen…).

Die Mittagsverpflegung besteht meist aus Salat (für die Grossen) und Toast, Joghurt oder Cornflakes für die Kleinen. Heute Abend gibt es zum ersten Mal Delivery-Service von der Nachbarspizzeria. Das Essen wird vor die Tür gestellt, so dass sich der Fahrer sofort wieder im Auto in Sicherheit bringen kann (diese Regel gilt nicht nur für Lieferungen an Selbstisolierte). Gemäss Hinweis auf der Webseite sollte er allerdings meine Kreditkarte überprüfen. Mal sehen, ob ich ihm die dann zuwerfen oder auch an einem sicheren Ort deponieren muss.

Dann stehen die Jonglier-Übungen auf dem Programm (no news) und Maja ist fleissig am Fitten, während ich den Blog schreibe. Zwischendurch versuchen wir die Loris zu erwischen (Maja war fotografisch erfolgreich!)

Von unserem Balkon aus fotografiert

Unser Völkerball (nach wie vor wird mit Socken geworfen) bleibt äusserst beliebt. Meine Socken sind übrigens wieder zum Vorschein gekommen. Ich denke, ein nettes Opossum hat sie unter der Veranda gefunden und uns hervorgeholt. Wir spielen jetzt trotzdem mit Socken von Maja oder Jan… Wie das so ausschaut, könnt ihr euch über den Link anschauen.

https://www.dropbox.com/s/dt9gmonafje2ux8/P1100577.MP4?dl=0

Und natürlich wird der Pool genutzt. Ihr seht, wir haben es stressig…

No worries

Ein Kommentar zu “Tag 9

  1. Funny you should mention that…. würde Phil grinsend sagen, wegen der fehlenden Zeit. Yes – auch wir stellen fest, mehr Zeit zum lesen ist immer noch missing – von Büchern wäre die Rede. Und morgen fehlt eine Stunde und der Winter soll sich scheints nochmals melden. Am Montag womöglich Schnee bis vor die Haustür. Vorerst ist es wiederum ein toller Frühlingstag mit allem.
    Jonglieren – chapeau. Im Pensioniertenkurs der SwissRe wurde es sehr empfohlen um die Koordination etc. zu erhalten. Beweglichkeit und Kraft vor Ausdauer – irgendwie so. Heute feiern wir den letzten Tropfentag in Phil’s Auge(n). Er ist happy mit der gelungenen Star-Ops. Tropfen ist/war dann fast vier Wochen – Schwester Helene hatte ein Auge drauf… nun guckt er in die Ferne ohne Brille (ein Novum – 50 Jahre mit Nasenvelo) und sucht regelmässig die zum Lesen (häufig auf dem Kopf). Der Optiker wird dann zur gegebenen Zeit noch gucken, evtl. kleine Anpassung. Toll, einfach gut, was heute auch möglich ist – neben allem Unmöglichen.
    Der Witz gestern war (so empfanden wir es) – die Empfehlung vom Herrn Berset – gönnd an Oschtere nöd ins Tessin – hää?? Ja aber…. mir blieb der Mund offen stehen – wer denkt denn an so etwas. Bis 19.4. = ist NACH ist doch eh alles zu. Wir sollen daheim bleiben und dem Tessin geht es eher schlechter virusmässig. Es war sicher gut gemeint, aber…. es denkt doch sicher auch niemand ans Zelten in Tenero…??
    Liebe Grüsse – hole jetzt die Bälle von unten hoch – jonglieren – Herzlichst aus der Ferne der Sperber und die Olle Helen und Phil

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