Tag 14

Heute ist unser letzter Tag der Selbst-Isolation und trotzdem ist uns nicht zum Feiern zumute. Wir haben unseren Rückflug für den 14. April gebucht. Von den geplanten 90 Tagen werden wir dann 26 Tage in Australien gewesen sein und haben von unserem ursprünglichen Reiseplan rein gar nichts umgesetzt. Aber es macht auch keinen Sinn, weiterhin einfach hier zu bleiben, da man sich auch in absehbarer Zeit nicht wird einigermaßen frei bewegen können – und Herumreisen in der jetzigen Zeit auch tatsächlich nicht zu verantworten ist. Brian meinte zwar, wir seien in Anbetracht der Krankheitsfälle in Europa hier wesentlich sicherer und hat uns ermuntert, uns ein anderes Plätzchen zum Beispiel an der Küste zu suchen. Natürlich wäre auch das eine Option, aber wahrscheinlich ist es einfach ehrlicher sich einzugestehen, dass es keine wirkliche Alternative ist, die uns glücklich macht.

Das Wetter hat sich unserer Stimmung angeschlossen und dicke Tropfen haben unseren Tag begleitet. Jara hat daher mit Jan gewettet, dass er es nicht wagen würde, im strömenden Regen in den Pool zu steigen. Der Verlierer müsse zur Strafe in den Pool springen…

Jan beim Einlösen der Wette, wobei unklar bleibt, ob er sie gewonnen oder verloren hat.

Auch haben wir noch Mehl, Zucker und Butter zusammengekratzt (morgen können wir wieder selber einkaufen!) und ein paar Kekse gebacken (die helfen auch gegen Kummer). Das zweite Blech geht dann an die netten Nachbarn.

Wirklich lecker….

Wer Kekse futtert, hat keine Zeit für Fitness (doppelt gefährlich!). Auch das Jonglieren wurde sträflich vernachlässigt, aber das Puzzle wächst langsam (vielen Dank für die aufmunternden Kommentare) ….

Immerhin ein bisschen Hoffnung bleibt noch: auch Qatar könnte den Flugbetrieb einstellen und die Tickets lassen sich zu verschmerzbaren Kosten stornieren…

Und zum Trost hat sich in der Dämmerung gerade noch ein Opossum gezeigt.

No worries!

Ein Kommentar zu “Tag 14

  1. Das tut uns richtig und wirklich leid – es passt grad wieder alles irgendwie zusammen. Und freudig sagen; oh yes let’s meet soon, geht eben auch nicht. Wir müssen froh sein, wenn wir uns nicht noch eine Ausgangssperre einhandeln anstatt Eier zu suchen. Das Wetter ist, bleibt und wird traumhaft – die ersten Baditräume kommen bei einigen auf und da ist es dann so eine Sache mit der Distanz. Also wir können nur gute Noten melden. Waren an der Sonne, altersgerechter Spaziergang. Auf den besetzten Bänkli sassen jeweils zwei Menschen jeder an einem Ende – also genau wie es Alain oder Henri (Guisan – hiess er überhaupt Henri?) sehen möchte.
    Wünschen Euch weiterhein eine gute Zeit – trotz allem – eine Wetterbesserung und ein erfolgreiches Brainstorming, wie eine erneute Reise bewerkstelligt werden könnte. Fällt mir grad ein hinkender, jedoch motivierender Vergleich ein: Gigathlon – der Schö musste aus dem eiskalten Walensee nach 2km von 3km schwimmen aufgeben. Phil war kam auf dem Velo irgendwie auch nicht weit – also brachen wir ab. Beim Lunch – als Trost (ich löffelte lustlos eine Suppe) wurde bereits besprochen, wer das nächste Mal, welches Equipment möchte. Bea sollte 5 statt 4 Rölleli haben, Mountainbiketraining etc. Ich war echt erstaunt. Hatte ein schlechtes Gewissen, weil ich es nicht geschafft hatte im kalten Wasser mit sehr wenig Schlaf. Und die muntere Truppe war keinesfall böse oder so, sondern voller Tatendrang. Der Läufer lief dann die Schlussstrecke nach Zürich – ohne Rangierung – gute Stimmung am Zürifäscht. Tja und tatsächlich im drauffolgenden Jahr hatten wir eine famose Zeit zusammen – Bea immer noch auf 4 Rölleli… so wünschen wir Euch – another adventure in the near future. vorerst bleiben wir in der Leitung und schicken liebe Grüsse auf bald Phileni

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