Tag 18

Vielleicht hat Brian etwas übertrieben, als er derart vom blauen Himmel Australiens schwärmte. Unvergleichlich ist aber der Himmel Australiens in einer wolkenlosen Nacht. Hier fernab von künstlichen Lichtquellen kann man die Milchstraße auch beim Mondlicht noch erkennen und das Sternenblinken ist einfach unbeschreiblich. Eigentlich hätten wir vom Bett des Campingwagens direkt einen Blick nach draussen, doch letzte Nacht hat Jara beschlossen vom Zelt in den Campingwagen zu ziehen, worauf dann die Eltern im Zelt gelandet sind. Allerdings ist dieses weitaus geräumiger, luftiger, dafür auch etwas kälter. Ich schätze mal, wir bleiben im Zelt.

Natürlich habe ich von Jara Schelte bekommen, weil ich mir die Namen der verschiedenen Tiere auch heute nicht merken konnte. Sie behauptet, sie könne auch die kleinen Wallabies von einander unterscheiden (no chance – sie sehen einfach alle aus wie kleine Kängurus). Immerhin kenne ich jetzt Rudy. Der ist nämlich gestern Abend kurz vor meinem Zubettgehen noch kurz hochgekommen, um eine Streicheleinheit abzuholen (hat er natürlich auch bekommen).

That might be Harry

Aber auch bei Maja fühlen sie sich sichtlich wohl

Ganz links: Rudy

Natürlich war Jara heute morgen schon sehr früh wach, um die Fütterung auf keinen Fall zu verpassen. Wir auch – allerdings nur weil sich die drei Hähne einen Wettkampf im Krähen geliefert haben (ab ca. 03.00 Uhr in der Früh). So sind wie schon voll im Camping-Modus: Früh ins Bett und früh aus den Federn. Tatsächlich haben wir dafür auch eine kleine Herde von rund 14 Kängurus über die Wiese springen sehen.

Einen Emu gibt es auf der Farm übrigends auch. Der ist allerdings schon älter und braucht keine besondere Aufmerksamkeit mehr. Vielmehr sieht er so aus, als sollte man sich eher ein wenig in Acht nehmen (die Kängurus haben jedenfalls ziemlichen Respekt. Kann ich ihnen nicht verübeln.

Tagsüber sind wir dann nochmals über die Farm gestreift, konnten aber nichts Aufregendes mehr entdecken, so dass sich Jara wieder den Wombats gewidmet hat, die dann auf ihrem Schoss einen ausgedehnten Mittagsschlaf unternommen haben. Immerhin scheint es auf der Farm aber auch Schlangen zu geben:

Richtig Giftiges ist uns (glücklicherweise) noch nicht über den Fuß gekrabbelt.

Heute Abend haben wir nochmals am Feuer ein Gläschen Wein mit Grant und Holly (nicht Holy) getrunken und morgen wird wohl langsam die Diskussion losgehen, wie lange wir noch auf der Farm bleiben wollen. Bei Jara und Jan liegt der Fall klar. Schätze, wir bleiben noch etwas und versuchen, Jan bei Laune zu halten (natürlich kommt auch das Spielen hier nicht zu kurz – 3:2 für die Mädels). Noch haben wir kein Heimweh nach der Schweiz.

No worries

Tag 17

In Australien gilt seit Sonntag Nacht – nein, keine neuen Covid-Massnahmen – wieder Winterzeit, was bedeutet, dass der Unterschied zu zwischen Sydney und Zürich nur noch acht Stunden beträgt, weshalb mein Blog gefühltermassen immer etwas später erscheint. Im Moment liegt es allerdings auch daran, dass wir campen und da bleibt einfach auch etwas weniger Zeit am Abend. Heute haben wir mit unseren Gastgebern ausgiebig am Feuer hier neben unserem Zelt und Campingwagen geplaudert und ein Bier getrunken (und unsere Schuhsolen geschmolzen…). Holy stammt übrigends ursprünglich aus Maine/USA und ist vor vielen Jahren ebenfalls in Sydney gestrandet. Ihr Vater führte ein mexikanisches Restaurant, weshalb sie auch für die mexikanische Küche im Restaurant in Rylstone zuständig ist.

Am morgen haben wir uns zunächst wieder den Wombats gewidmet. Jara ist hin und weg und fühlt sich bereits als Ersatz-Mami. Sie würde am Liebsten hier bleiben und das Schlimmste, was gerade passieren könnte, wäre, wenn sie eine Fütterung verpassen würde. Jan war es gestern noch schrecklich langweilig. Es fehlt das bequeme Sofa. Heute ist er allerdings recht motiviert mit uns durch das Farmgelände gestapft. Wir waren rund zwei Stunden unterwegs und haben wohl rund eine Hälfte umrundet. Tatsächlich haben wir auch noch einen wilden Wombat angetroffen und einige Känguruhs. Jara hat sich derweil mit den beiden kleinen Wombats und den anderen Tieren auf der Farm beschäftigt (die natürlich auch alle einen Namen haben, welche sich der Blog-Schreiber allerdings nicht merken kann).

Am Mittag haben wir dann noch einen kleinen Shopping-Ausflug ins benachbarte Budgee gemacht. Ein hübsches kleines Städtchen (hat auch schon als Filmkulisse für eine Filmserie hergehalten. Es erinnert ein wenig an eine alte Western-Stadt. Leider auch sie ziemlich ausgestorben. Dafür einen grossen Lebensmittelladen, in welchem wir für unser heutiges Barbecue einkaufen konnten.

Aus der Welt des Virus haben wir Dank den sehr beschränkten Internetmöglichkeiten keinerlei Neuigkeiten. Das wird sich auch in den nächsten Tagen nicht ändern. Auch können wir Nachrichten über Internet derzeit kaum empfangen. Also bitte nicht wundern, wenn derzeit keine Antworten kommen. Auch kann ich derzeit nicht mit letzter Sicherheit sagen, ob die Bilder, die ich versuche hochzuladen, wirklich im Blog ankommen. Werde es aber trotzdem versuchen – ansonsten kommen sie dann wieder aus Sydney.

No worries

Tag 16

Wir haben es tatsächlich von Polizei und Nachbarn unbehelligt auf die Farm geschafft. Nach rund drei Stunden Autofahrt durch die Blue Mountains sind wir nun hier:

Die Fahrt hat uns gut gefallen. Besonders beeindruckend sind die riesigen Wälder kaum hat man Sydney verlassen. Hin und wieder sieht man Spuren von den grossen Bränden, aber auch dort sprießt überall zartes Grün. Grant erklärte, die Feuer seien nur nur drei Kilometer von der Farm entfernt gewesen und das ganze Land sei grau und dürr gewesen, was man sich jetzt kaum vorstellen kann. Die grossen Regenfälle haben dem Land die Farbe zurückgegeben.

Da das Internetsignal recht schwach ist, habe ich es heute Abend noch nicht geschafft, Bilder zu posten. Das werde ich aber morgen hinkriegen. Bis dahin muss man sich das eben noch kurz vorstellen.

Jan hat vor den Fliegen schon mal Deckung gesucht…

Als Unterkunft stehen uns ein wirklich grosses Zelt und ein Campingwagen zur Verfügung. Das Zelt haben die Kinder besetzt und werden von einem Känguruh bewacht.

Und ja auch die Wombats sind knuddelig.

Sie haben sich schon richtig ins Herz geschlossen

Am Abend haben wir noch einen kleinen Rundgang auf der Farm gemacht, aber noch nicht alles gesehen (ausser ein paar weiteren Känguruhs). Grant möchte uns morgen eine kleine Fahrt auf seinem Truck mitnehmen. Sie haben in Rylstone, rund 8km von hier, noch ein kleines mexikanisches Restaurant, in dem wir uns Take away verpflegt haben (anderes ist ja nicht erlaubt). Auch die Kinder haben die Fajitas gemocht.

Hoffe, dass ich morgen den Beitrag mit den Bildern liefern kann.

No worries

Tag 16

Ein richtiger schöner Tag mit blauem Himmel und warmen Wind. Brian meint, nirgends auf der Welt sei der Himmel blauer als in Australien, selbst in Irland nicht (wo er ursprünglich herkommt und später als Backpacker hier strandete). Wir haben heute seinen Sohn kennengelernt, der gerade die Räder von seinem Monstertruck wechselte. So ein grosses Off-Roader-Teil (so sieht er auch selber aus), mit dem man auch Campen kann (wenn man dürfte). Brian rollte nur kurz mit den Augen.

Jan und Jara waren kurz im Park Tennisspielen. Die Ausrüstung haben wir wiederum von Brian erhalten, der sich wirklich sehr um unser Wohlergehen kümmert. Den Kids hat’s Spass gemacht.

Jara erwartet den Aufschlag von Jan mit der gebührenden Gelassenheit

Heute haben wir auch das Mietauto abgeholt (richtig: Brian hat mich hingefahren). War nicht ganz komplikationslos, weil ich zum ersten Mal nach einem „Proof of address“ gefragt wurde. Natürlich steht weder im Pass, im Führerausweis, im internationalen Führerausweis, auf der Kreditkarte, auf dem Krankenkassenausweis oder sonst irgendwo eine schweizerische Adresse. Die Juniorkarte von Jan hat den Vermieter nicht besonders begeistert. Er liess sich aber trotzdem erweichen, nachdem ich irgendwo aus den Tiefen einer Cloud eine Natelrechnung vorzaubern konnte. Brian schüttelte nur den Kopf und meinte 1992 habe er in New York noch nicht einmal eine Kreditkarte gehabt, um ein Auto zu mieten… Nun ja, immerhin hat es geklappt (ein Bild vom Auto kommt morgen) und so habe ich versucht, mich an den Linksverkehr zu gewöhnen. Hat prima geklappt, aber ja, natürlich ist es mir wieder passiert, obwohl ich mir echt Mühe gegeben habe. Einmal links abbiegen und schon läuft der Scheibenwischer anstatt der Blinker…

Maja und Jara waren am Abend nochmals kurz im Park und haben nach den Kakadus Ausschau gehalten, die hier immer rumfliegen und uns am Morgen wecken:

Sie werden es auch morgen früh wieder tun

Ansonsten verlief der Tag ohne Zwischenfälle. Das fehlende Puzzle-Teil ist aufgetaucht und weder an der Messer-Werfer- noch an der Jonglierfront gibt es Neuigkeiten oder Opfer zu beklagen. Wir haben wieder einmal den Grill angeworfen und ein kleines privates australisches Barbecue veranstaltet.

Auch wenn es Blog-Follower gibt, die unseren Filmgeschmack kritisch verfolgen, bleiben wir unserer Linie treu:

Ach, ja und dann hatten wir gerade eben noch Besuch von zwei freundlichen Polizisten. Jemand habe mitgeteilt, dass wir die Selbstquarantäne nicht eingehalten hätten. Waren aber sehr freundlich und verständnisvoll (sowohl wir als auch die Polizisten). Nachdem wir ihnen unser Einreisedatum, unsere Personalien, unsere Reisepläne (!) und unsere Nationalität mehrfach (nicht Sweden…) dargelegt hatten, haben sie sich wieder nett verabschiedet. So werden wir schauen, dass wir uns morgen rasch auf den Weg machen, bevor sich irgend jemand wieder was Neues ausdenkt, um unseren Aufenthalt abwechslungsreich zu gestalten.

No worries!

Tag 15

Das war gestern:

Heute, hurra, dürfen wir wieder

selber einkaufen und frische Luft schnappen! Und endlich sehen wir, wo wir eigentlich überhaupt gelandet sind. Der Park, eine Minute von hier, hat eine beachtliche Grösse, steht aber grösstenteils unter Wasser. Kein Wunder gefällt es auch den Mücken hier so gut. Jan hat schon sehnsüchtig zum Tennisplatz geschielt. Das scheint – im Gegensatz zur Schweiz – offenbar noch erlaubt sein. Ansonsten war der Park ziemlich leer, der Kinderspielplatz ist geschlossen und ein einsamer Golfer hat ein paar Bälle geschlagen. Einige wenige Spaziergänger und Velofahren haben uns gekreuzt.

Der Auslauf hat gut getan, nachdem die Kids in der Wohnung begonnen haben, Wettrennen und Hindernissparcours zu absolvieren:

https://www.dropbox.com/s/b9hi2ptnb012k6t/1080p.mov?dl=0

Am Vormittag sind wir durch ein grosses Lebensmittelgeschäft gebummelt. Wussten gar nicht mehr, was es alles für leckere Sachen gibt. Die Auswahl war prima. Einzig Pasta ist Mangelware (haben das letzte Päckchen Spaghetti ergattert und feste aufgepasst, dass es uns ja niemand aus dem Wägelchen klaut…) und auch die Regale mit Reis und Couscous sind ziemlich abgegrast (und es ist nicht erlaubt, mehr als zwei Packungen pro Person zu kaufen). Toilettenpapier ist tatsächlich aus und auch Mehl war keines mehr zu haben, was unsere Keksproduktion ins Stocken bringt. Allerdings bleibt auch nicht mehr viel Zeit: Das Mietauto ist für morgen reserviert und am Sonntag geht es dann ab auf die Farm. Hier hält uns (insbesondere Maja und Jara) nichts mehr (insbesondere auch das Puzzle nicht):

Ja, wir wissen, dass ein Teil fehlt…

Die Anzahl der Neuinfektionen ist in Australien gerade rückläufig, aber PM Scott Morison versichert, dass die derzeitigen Massnahmen noch mindestens drei Monate in Kraft bleiben werden.

Bild: Edwin Hooper

Aber sie fliegen noch

No worries!

Tag 14

Heute ist unser letzter Tag der Selbst-Isolation und trotzdem ist uns nicht zum Feiern zumute. Wir haben unseren Rückflug für den 14. April gebucht. Von den geplanten 90 Tagen werden wir dann 26 Tage in Australien gewesen sein und haben von unserem ursprünglichen Reiseplan rein gar nichts umgesetzt. Aber es macht auch keinen Sinn, weiterhin einfach hier zu bleiben, da man sich auch in absehbarer Zeit nicht wird einigermaßen frei bewegen können – und Herumreisen in der jetzigen Zeit auch tatsächlich nicht zu verantworten ist. Brian meinte zwar, wir seien in Anbetracht der Krankheitsfälle in Europa hier wesentlich sicherer und hat uns ermuntert, uns ein anderes Plätzchen zum Beispiel an der Küste zu suchen. Natürlich wäre auch das eine Option, aber wahrscheinlich ist es einfach ehrlicher sich einzugestehen, dass es keine wirkliche Alternative ist, die uns glücklich macht.

Das Wetter hat sich unserer Stimmung angeschlossen und dicke Tropfen haben unseren Tag begleitet. Jara hat daher mit Jan gewettet, dass er es nicht wagen würde, im strömenden Regen in den Pool zu steigen. Der Verlierer müsse zur Strafe in den Pool springen…

Jan beim Einlösen der Wette, wobei unklar bleibt, ob er sie gewonnen oder verloren hat.

Auch haben wir noch Mehl, Zucker und Butter zusammengekratzt (morgen können wir wieder selber einkaufen!) und ein paar Kekse gebacken (die helfen auch gegen Kummer). Das zweite Blech geht dann an die netten Nachbarn.

Wirklich lecker….

Wer Kekse futtert, hat keine Zeit für Fitness (doppelt gefährlich!). Auch das Jonglieren wurde sträflich vernachlässigt, aber das Puzzle wächst langsam (vielen Dank für die aufmunternden Kommentare) ….

Immerhin ein bisschen Hoffnung bleibt noch: auch Qatar könnte den Flugbetrieb einstellen und die Tickets lassen sich zu verschmerzbaren Kosten stornieren…

Und zum Trost hat sich in der Dämmerung gerade noch ein Opossum gezeigt.

No worries!

Tag 13

Bewölkt und viel Regen in Sydney, dafür etwas Sonnenschein in unserem Gemüt. Die örtliche Polizei in Ermington hat uns nach der Schilderung unserer Situation und unsere Anfrage, ob wir uns verschieben können, an die amtliche Anlaufstelle für Corona-Fragen verwiesen. Die Dame dort hatte nach Fragen nach unserer Gesundheit, unserer Quarantänezeit, dem Reiseort, der Reisezeit und Hinweisen auf social distancing keinerlei Einwände. Wir haben diese Information dann auch nochmal der örtlichen Polizei mitgeteilt, welche das so zur Kenntnis genommen hat. Offenbar ist klar, dass sich Touristen irgendwie verschieben müssen. Das bedeutet, dass wir am Sonntag auf die Farm fahren, was nicht nur Jara wirklich glücklich macht. Wir freuen uns zunächst aber auf den kommenden Freitag, an welchem die Quarantäne-Zeit endet und wir hier in den Park können und auch mal selber wieder für uns einkaufen können. Sowohl Brian als auch Grant haben uns schon Fahrräder in Aussicht gestellt.

Grant hat eine Anfrage für sein Haus. Ein Nachbar, der sein Haus renoviert, sucht eine Bleibe für drei Monate ab dem 14. April. Eigentlich haben wir für diese Zeit noch gebucht, aber es ist klar, dass wir Grant diese Möglichkeit nicht verbauen wollen. Wir werden also jedenfalls eine neue Bleibe suchen oder eben dann nach Hause fliegen. Nachdem wir jetzt immerhin ein wenig verlängern können, halten wir schon wieder sehnsüchtig nach guten Meldungen Ausschau, ob nicht vielleicht doch in drei, vier Wochen zumindest die Bewegungsfreiheit wieder etwas gelockert werden könnte…Zumindest wichtige Sportarten können wieder ausgübt werden

Ich glaube, auch Brian spielt Golf…

Immerhin scheint die Kurve hier bereits etwas abzuflachen

Da wir heute nicht wirklich draussen waren (ausser zum Frühstück, Jara zur Eidechsen-Jagd und Maja am Nachmittag für einen kurzen Schwumm), versuchen wir uns mit Fitness etwas in Form zu halten: Kleiner Circuit mit Springseilen, Treppensprüngen, Liegestützen, Rumpfbeugen etc. Das hilft auch beim Twister

Manche haben bequemere Positionen als andere…

Hier noch die News von der Puzzle-Front

Sogar die Jungs haben kurz geholfen

Die Dog-Teams bleiben trotz neuer Zulosungen dieselben und die Mädels gehen wieder 3:2 in Führung

Die Auswahl von Filmen ist nicht ganz einfach. Jan hätte gerne Action, Jara Tierfilme oder etwas Unheimliches. Wir bleiben nach Percy Jackson nochmals bei den Klassikern:

https://youtu.be/MLSvVsmZJEg

No worries

Tag 12

Leider keine besonders erbaulichen Neuigkeiten aus NSW. Die Empfehlungen des Prime Minister, zu Hause zu bleiben, hat die Regierung von NSW in eine verbindliche Regelung umgesetzt. Seit heute darf man das Haus nur noch aus vier Gründen verlassen:

  • (a)  obtaining food or other goods and services, or
  • (b)  travelling for the purposes of work or education if the person cannot do it at home, or
  • (c)  exercise, or
  • (d)  medical or caring reasons.

Natürlich fragen wir uns jetzt, ob wir auf die Farm von Grant fahren dürfen, weil

Taking a holiday in a regional area is not a reasonable excuse.

Immerhin gibt es in den Ausnahmen (rasonable excuses) noch Ziffer 8:

moving to a new place of residence (including a business moving to new premises) or between different places of residence of the person or inspecting a potential new place of residence

Wir werden mal in Erfahrung bringen, ob wir uns darauf berufen können, nachdem wir ja eigentlich gar keine Residence haben (oder evt. eben sogar zwei, nämlich hier und auf der Farm). Für die Juristen unter uns finden sich alle Bestimmungen hier (vielleicht hat noch jemand eine kreative Idee):

https://gazette.legislation.nsw.gov.au/so/download.w3p?id=Gazette_2020_2020-65.pdf

Auch wenn wir es noch auf die Farm schaffen, sind unsere Tage hier in Australien wohl gezählt. Es ist nicht damit zu rechnen, dass die Massnahmen in nützlicher Zeit gelockert werden und einschliessen können wir uns auch zu Hause (allerdings ohne Pool). Qatar fliegt noch und sobald wir die Infos haben, ob wir auf die Farm dürfen, werden wir buchen.

Ansonsten sind hier die Temperaturen nochmals sommerlich geworden, was den Mücken zusetzt und uns Völkerball und Erfrischungen im Pool ermöglicht. Im Dog steht es nunmehr 2:2. Die Eidechsen müssen sich noch immer in Acht nehmen:

No animals were harmed taking this picture

Trotz Homework, Dog etc. bleibt das Puzzle nicht unbearbeitet, aber es bleibt eine Herausforderung.

We can do it!

Jonglieren bleibt schwierig. Zwei Familienmitglieder sind aktiv. Selten 6, manchmal 5 Würfe und Fänge. Die Motivation nimmt ab. Jan meinte deshalb, es gäbe noch andere Zirkus-Attraktionen, die spannender wären als Jonglieren.

No children were harmed taking this picture

Es bleibt spannend.

No worries!

Tag 11

Der gestrige Tag hat noch sehr erfreulich geendet. Wir haben Brian und Liz über den Zaun ein Glas Wein offeriert und uns sehr nett unterhalten. Ihre Tochter kam auch noch dazu und hat kurz von ihren Jus-Prüfungen erzählt, ebenfalls sehr sympathisch. Sie heisst ja auch Caitlin. Wir haben dann noch Springrolls bekommen und die Kinder eine Packung Chips. Liz hat sich nach den Fortschritten beim Puzzeln erkundigt. Nachdem wir ihr berichten konnten, dass das Puzzle vollendet sei, fand sie wohl, wir brauchen neue Herausforderungen. Maja und Jara haben jetzt Zweifel, ob sie das schaffen (ich bin zuversichtlich):

Wahrlich, nur für Profis

Damit uns nicht wieder langweilig wird, hat sie aus ihrem Fundus auch noch ein „Twister“ organisiert. Wir brauchen noch etwas Training, werden aber wie Schlangenmenschen aus Australien zurückkehren.

Wahrlich, nur für Profis

Zum gestrigen Abschluss haben wir dann nochmal in die Glotze geschaut. Noch einmal ein Klassiker:

https://www.imdb.com/title/tt0060522/

Völkerball ist heute dem feuchten Wetter und der Mückenplage zum Opfer gefallen, sehr zum Leidwesen von Jara. Beim Dog haben die Jungs die Revanche gewonnen, so dass es jetzt nur noch 2:1 für die Mädels steht (wir bleiben dran).

Natürlich verfolgen wir auch die Entwicklung an der Gesundheitsfront. Die Schlagzeile lautete: „Three is a crowd“, was so viel bedeutet, dass an öffentlichen Plätzen keine Ansammlungen von mehr als zwei Menschen geduldet werden. Das gilt zum Glück nicht für Familienmitglieder. Wir können also zu Viert losziehen, wenn wir niemandem zu Nahe kommen, was wir ja auch nicht wollen. Nach wie vor gilt aber, dass alle Australier, die zurück nach Australien zurückkehren, direkt vom Flughafen von der Polizei in Hotels eskortiert werden und dort ihre Quarantäne-Zeit absitzen müssen. So will man den lockdown verhindern: The Prime Minister announced the quarantine measures on Friday, saying the nation was not in lockdown but a mandatory isolation crackdown was needed for returned travellers as: the number of COVID-19 cases in Australia surged past 3000.

Die Schweizerische Botschaft hat einen Repatriierungsflug für den kommenden Samstag angeboten. Das hat uns natürlich nochmals ins Grübeln gebracht und die eine Gehirnhälfte rät, ihn zu nehmen. Allerdings hätten wir grundsätzlich noch 79 Tage Australien offen bis uns jemand wieder zu Hause erwartet (auch wenn es natürlich Menschen gibt, die sich über eine frühere Rückkehr freuen würden). Also werden wir vorläufig und bis auf weiteres bleiben. Am Freitag läuft unsere Quarantäne-Zeit ab und Grant erwartet uns am Sonntag auf seiner Farm!

No worries!

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