Vielleicht hat Brian etwas übertrieben, als er derart vom blauen Himmel Australiens schwärmte. Unvergleichlich ist aber der Himmel Australiens in einer wolkenlosen Nacht. Hier fernab von künstlichen Lichtquellen kann man die Milchstraße auch beim Mondlicht noch erkennen und das Sternenblinken ist einfach unbeschreiblich. Eigentlich hätten wir vom Bett des Campingwagens direkt einen Blick nach draussen, doch letzte Nacht hat Jara beschlossen vom Zelt in den Campingwagen zu ziehen, worauf dann die Eltern im Zelt gelandet sind. Allerdings ist dieses weitaus geräumiger, luftiger, dafür auch etwas kälter. Ich schätze mal, wir bleiben im Zelt.
Natürlich habe ich von Jara Schelte bekommen, weil ich mir die Namen der verschiedenen Tiere auch heute nicht merken konnte. Sie behauptet, sie könne auch die kleinen Wallabies von einander unterscheiden (no chance – sie sehen einfach alle aus wie kleine Kängurus). Immerhin kenne ich jetzt Rudy. Der ist nämlich gestern Abend kurz vor meinem Zubettgehen noch kurz hochgekommen, um eine Streicheleinheit abzuholen (hat er natürlich auch bekommen).

Aber auch bei Maja fühlen sie sich sichtlich wohl

Natürlich war Jara heute morgen schon sehr früh wach, um die Fütterung auf keinen Fall zu verpassen. Wir auch – allerdings nur weil sich die drei Hähne einen Wettkampf im Krähen geliefert haben (ab ca. 03.00 Uhr in der Früh). So sind wie schon voll im Camping-Modus: Früh ins Bett und früh aus den Federn. Tatsächlich haben wir dafür auch eine kleine Herde von rund 14 Kängurus über die Wiese springen sehen.
Einen Emu gibt es auf der Farm übrigends auch. Der ist allerdings schon älter und braucht keine besondere Aufmerksamkeit mehr. Vielmehr sieht er so aus, als sollte man sich eher ein wenig in Acht nehmen (die Kängurus haben jedenfalls ziemlichen Respekt. Kann ich ihnen nicht verübeln.

Tagsüber sind wir dann nochmals über die Farm gestreift, konnten aber nichts Aufregendes mehr entdecken, so dass sich Jara wieder den Wombats gewidmet hat, die dann auf ihrem Schoss einen ausgedehnten Mittagsschlaf unternommen haben. Immerhin scheint es auf der Farm aber auch Schlangen zu geben:

Heute Abend haben wir nochmals am Feuer ein Gläschen Wein mit Grant und Holly (nicht Holy) getrunken und morgen wird wohl langsam die Diskussion losgehen, wie lange wir noch auf der Farm bleiben wollen. Bei Jara und Jan liegt der Fall klar. Schätze, wir bleiben noch etwas und versuchen, Jan bei Laune zu halten (natürlich kommt auch das Spielen hier nicht zu kurz – 3:2 für die Mädels). Noch haben wir kein Heimweh nach der Schweiz.
No worries



























